Häufige Fragen
Es werden keine weiteren Regionen aufgenommen, da es sich bei Aller.Land um kein antragsoffenes Förderprogramm handelt.
In der Entwicklungsphase des Programms wurden insgesamt 97 Regionen gefördert. Benannt wurden diese bis November 2023 von den Ministerien für Kultur und für ländliche Räume in den 13 Flächenländern. Es wurden Träger gesucht, die bereits Anker-Akteure bzw. Anker-Punkte in einem regionalen Netzwerk sind oder sich zu einem solchen entwickeln wollen. Zentral war, dass die Entwicklungsförderung für die Träger eine Chance darstellt, einen nächsten Schritt im Hinblick auf die Ausbildung eines regionalen Netzwerkes und für eine gemeinsame Konzeptentwicklung mit Partnern zu gehen.
Für die Umsetzungsphase ab Juli 2025 haben unabhängige Fachjurys auf Basis der eingereichten Konzepte und Besuchen vor Ort 30 Regionen aus den bisher 97 Regionen ausgewählt.
Aller.Land fördert in zwei Stufen:
- Entwicklungsphase (2024–2025): 97 Regionen erhalten jeweils bis zu 40.000 Euro, um Konzepte zu entwickeln und Netzwerke aufzubauen.
- Umsetzungsphase (2025–2030): 30 ausgewählte Regionen erhalten jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro zur Umsetzung ihrer Vorhaben.
Aller.Land richtet sich an ländliche, insbesondere strukturschwache ländliche Regionen in ganz Deutschland. In der Entwicklungsphase erhielten 97 Regionen eine Förderung. Diese wurden 2023 von den Länderministerien für Kultur und ländliche Räume der 13 Flächenländer benannt.
Für die Umsetzungsphase wurden aus diesen Regionen 30 Regionen ausgewählt. Die Auswahl erfolgte durch unabhängige Fachjurys auf Basis der eingereichten Konzepte und Besuche vor Ort.
Seit Mitte 2025 werden in der Umsetzungsphase 30 Regionen weitergefördert. Sie wurden in einem Jury-Verfahren ausgewählt, bestehend aus vier regionalen Fachjurys:
Juryleitung
Hortensia Völckers
Ehem. künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes
Nord
Stefanie Kruse
Projektkoordination bei KreisKultur
Imke Freiberg
Vorsitzende des Landesverbandes Soziokultur MV
Burkhard Sievers
Leiter der Kunstschule Koppelschleuse Meppen
Ulrike Petzold
Geschäftsführerin Dachverband der Kulturfördervereine in Deutschland
Felek Güler
Projektmanagerin bei der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung
Dr. Annett Steinführer
Thünen-Institut
Ost
Karin Kranhold
Leiterin des Regionalbüros Nord-West bei Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg
Dr. Petra Schickert
Fachreferentin Kulturbüro Sachsen e.V.
Steffi Trittel
Bürgermeisterin a. D. der Gemeinde Hohe Börde
Kathrin Schremb
Geschäftsführerin Thüringer Theaterverband
Andrea Hankeln
Leiterin des Referats „Ländlicher Raum, Regionale Kulturpolitik, Dritte Orte“ beim MKW des Landes Nordrhein-Westfalen (bis 30.9.24)
Agnes Wegner
Rektorin der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
Dr. Andreas Grünewald Steiger
Ehem. Leiter Programmbereich Museum, Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Süd
Sarah Tonnellier
Kulturreferentin Projekt „Jugend und Kultur“ beim Landesjugendring Saar
Shahab Sangestan
Leiter der Landesstelle für Museen in Baden-Württemberg
Maximilian Geierhos
Ehem. Verwaltungsleiter ländliche Entwicklung im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Dr. Michael Ermrich
Landrat a.D. des Landkreises Harz; bis Ende 2021 Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands
Kristina Rahe
Referentin für Demokratiestärkung beim Bundesverband Soziokultur
Susanne Burmester
Freiberufliche Kuratorin, Kulturmanagerin, u.a. Mediatorin für Neue Auftraggeber
West
Stefan Ast
Geschäftsführer der NRW-Stiftung
Friederike Schönhuth
Bereichsleiterin Kultur und Bildung in der Crespo Foundation
Lukas Nübling
Geschäftsführer Kulturbüro Rheinland-Pfalz
Dr. Hartmut Berndt
Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) der LEADER-Aktionsgruppen in Deutschland (LAG)
Mechthild Eickhoff
Geschäftsführerin Fonds Soziokultur
Dr. Karsten Schulz
Referent für Evangelische Jugend in ländlichen Räumen bei der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (AEJ)
Gefördert werden beteiligungsorientierte Kulturvorhaben, die Menschen zum Mitmachen und Mitgestalten einladen, gemeinschaftsstiftend und lokal verankert sind, eine ganze Region in den Blick nehmen, auf aktuelle Herausforderungen vor Ort reagieren und unterrepräsentierte Gruppen einbeziehen (z. B. junge Menschen, ältere Menschen, Neuzugezogene, Menschen mit Behinderungen).
Bereits erprobte Formate sind zum Beispiel Kunst- und Dorfresidenzen, bei denen ein Künstler oder eine Künstlerin auf Einladung des Dorfes auf regionale Themen eingeht und dazu mit den Menschen vor Ort eine Antwort entwickelt. Ein anderes Beispiel sind Museen oder Theater, die sich für kokreative Prozesse öffnen und mit Menschen in der Region neue Kulturformate entwickeln. Oder es sind Freiräume, die durch eine Kommune bereitgestellt werden, die von jungen Menschen selbst gestaltet und verantwortet werden. Ebenso existieren beispielsweise Orte und Gelegenheiten für Begegnungen, die von den Bürgerinnen und Bürgern selbst entwickelt und in die Hand genommen werden. Viele weitere Ideen sind möglich.
In der Entwicklungsphase 2024 bis Mitte 2025 haben die benannten 97 Regionen eine Entwicklungsförderung erhalten, um ein vielschichtiges Netzwerk und ein tragfähiges Konzept für ein beteiligungsorientiertes Kulturvorhaben zu entwickeln und bereits zu erproben.
Den Regionen standen dafür jeweils bis zu 40.000 Euro zur Verfügung. Eine Kofinanzierung musste hierfür nicht eingebracht werden. Aller.Land hat in dieser ersten Förderphase bereits intensiv durch umfangreiche Qualifizierungsangebote, Prozessbegleitungen und Gelegenheiten für den Erfahrungsaustausch unterstützt.
Die Umsetzungsphase von 2025 bis 2030 dient der Umsetzung der Kulturvorhaben, die während der Entwicklungsphase in den Regionen konzipiert und erprobt wurden. Dafür stehen den ausgewählten 30 Regionen jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro an regionalen Gestaltungsmitteln zur Verfügung. Davon soll über den Zeitraum von 2025 bis 2030 eine Kofinanzierung in Höhe von mindestens 10% der Gesamtkosten durch Eigen- oder Drittelmittel der beteiligten Landkreise, Kommunen und Bundesländer, weitere öffentliche Mittel und/oder private Mittel erbracht werden.
Die geförderten Regionen werden während der Umsetzung ihrer Vorhaben eng begleitet und erhalten Möglichkeiten für einen deutschlandweiten Wissenstransfer und kollegialen Austausch zwischen den Regionen sowie berufsbegleitende Qualifizierungen für die Projektmitarbeitenden.
Aller.Land richtet sich an ländliche Regionen, mit einem Fokus auf strukturschwache ländliche Regionen. Der Landatlas des Thünen-Instituts gibt einen Überblick über ländliche Räume in Deutschland.
Eine Region im Sinne des Programms Aller.Land besteht grundsätzlich aus mehreren Gemeinden. Damit ist eine Region größer als eine einzelne Einheits- oder Verbandsgemeinde und kleiner als ein Bundesland. Darüber hinaus gilt: Die Akteurinnen und Akteure bestimmen die Region. Wichtig ist, dass sich die dort lebenden Menschen mit ihrer Region identifizieren können. Als ländlich gilt eine Region, wenn die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner in einem ländlichen Kreis oder mehreren ländlichen Kreisen lebt.
Auf Grundlage des Koalitionsvertrages der Bundesregierung fördert das Programm Aller.Land insbesondere strukturschwache ländliche Regionen. Mit dem Ziel, einen bundesweiten Austausch zwischen Projekten sowie Akteurinnen und Akteuren in allen 13 Flächen-Bundesländern zu ermöglichen, hat das Thünen Institut für ländliche Entwicklung für Aller.Land jeweils diejenigen Landkreise in den 13 Flächenländer identifiziert, die im Vergleich mit den restlichen Landkreisen in dem Bundesland eine stark unterdurchschnittliche sozioökonomischen Lage aufweisen. Als Grundlage diente die bestehende Typologie des Thünen Instituts für ländliche Entwicklung zur sozioökonomischen Lage von Landkreisen, die jedoch nicht im Bundesvergleich, sondern im jeweiligen Ländervergleich angewandt wurde.